300 Jahre Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726–1801)

Themenabend mit Vorträgen, Podiumsdiskussion und Musik

Die Druckgraphik von Daniel Chodowiecki zeigt zwei Männer, die eine Allee in Danzig entlanglaufen.
Daniel Chodowicecki, Die Lange Gasse in Danzig. Reise von Berlin nach Danzig, 1773, Feder, Tusche, laviert, Deckweiß, 11,2 × 18,4 cm / Akademie der Künste, Berlin, Kunstsammlung, Inv.-Nr.: Chodowiecki 21
Anlässlich des 300. Geburtstags von Daniel Nikolaus Chodowiecki findet in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt ein Themenabend statt, der Leben und Werk dieses bedeutenden europäischen Künstlers in den Mittelpunkt stellt.

Chodowiecki zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der europäischen Aufklärung. Mit seinen Zeichnungen und Radierungen hielt er das Alltagsleben, die Mentalitäten und sozialen Welten des 18. Jahrhunderts eindrucksvoll fest. Als Nachfahre einer Hugenottenfamilie, in Danzig geboren und später eine zentrale Figur des Berliner Kulturlebens, steht seine Biografie exemplarisch für Migration, Religion und Kunst im europäischen Zusammenhang. Sein Lebensweg spiegelt die kulturellen Verflechtungen Europas auf besondere Weise wider.

Die Impulsvorträge des Abends beleuchten Chodowiecki aus drei Perspektiven: als Hugenotte, als Danziger Migrant und als Berliner Künstler. Eine anschließende Podiumsdiskussion widmet sich der Frage nach der Aktualität seines Schaffens und erörtert, wie seine Erfahrungen von Mobilität, religiöser Zugehörigkeit und kulturellem Austausch heute gelesen werden können. Musikalische Beiträge am Flügel begleiten das Programm.

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss wird zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.


Programm

 

Beginn: 18 Uhr

 

Begrüßung

Christoph Landré, Sécrétaire du Consistoire der Französischen Kirche zu Berlin

 
Grußwort

Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration

 

Musikalischer Auftakt

♫ François Couperin (1668–1733): Les Barricades Mystérieuses

♫ Claude Goudimel (ca. 1514–1572): Arrangements des Genfer Psalters

 

Kurzvorträge 

Chodowiecki als Hugenotte

Dr. Jennifer Wilde, Leiterin des Hugenottenmuseums Berlin

Chodowiecki und Danzig

Prof. Dr. Rafał Makała, Kunsthistoriker, Institut für Kunstgeschichte, Universität Danzig/Gdańsk

Chodowiecki und Berlin

Prof. Dr. Iwan-Michelangelo D’Aprile, Historiker und Literaturwissenschaftler, Professur Kulturen der Aufklärung, Universität Potsdam

 

Musikalisches Zwischenspiel

♫ Simon Laks (1901–1983): Trois Polonaises Varsoviennes du XVIIIe siècle (anonyme)

 

Podiumsgespräch zum Thema »Chodowiecki heute« 

Es moderiert Liane von Billerbeck, Deutschlandfunk

 

Musikalischer Ausklang

♫ Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788): Preußische Sonate Nr. 1 in F-Dur I Satz

 

Es musiziert Katarzyna Wasiak, Flügel.

 


TIPP: Das Hugenottenmuseum im Französischen Dom ist bis 18 Uhr geöffnet. Um 17 Uhr und 17:30 Uhr finden Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung »Chodowiecki 300. Zwischen Kunst und Konfession« statt. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten unter leitung@hugenottenmuseum-berlin.de oder unter +49 (0)30 206 1649 41.


 

Der Themenabend ist eine Kooperation zwischen dem Hugenottenmuseum Berlin, dem Nordost-Institut (IKGN e.V.) und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa im Rahmen des Jubiläumsjahres Chodowiecki300. Wir danken der Französischen Kirche zu Berlin und der Copernicus-Vereinigung e.V. für die freundliche Unterstützung.

Logos von Förderern und Kooperationspartnern

 

 

Wir danken unseren Förderern:

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